„Hidden Champions“ der Solarindustrie kommen aus Deutschland

Neue Studie zeigt hochentwickelte Wertschöpfungskette und Innovationsmöglichkeiten der Dünnschicht-Photovoltaik in Deutschland

Durch den bevorstehenden Kohleausstieg und den geplanten Ausbau erneuerbarer Energien auf 65% bis zum Jahr 2030 ergibt sich ein enormes Potenzial für Solarenergie in Deutschland. Eine neue Studie von DIW Econ unterstreicht, dass Photovoltaik nicht nur die günstigste Stromerzeugungstechnologie ist, sondern auch einen signifikanten Teil der zukünftigen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien abdecken wird. Die Studie zeigt zudem die hohe Bedeutung der Solarenergie für den Wirtschaftsstandort Deutschland. So gibt es hierzulande zahlreiche „Hidden Champions“ im Bereich der Dünnschicht-Photovoltaik. Anders als kristallines Silizium, das von einer globalen Kommerzialisierung und einer Verlagerung der Wertschöpfungskette weg aus Deutschland betroffen war, besteht im Bereich Dünnschicht-Photovoltaik immer noch eine florierende Wertschöpfungskette in Deutschland. Die Dünnschicht-Photovoltaik konnte ihren Marktanteil in letzten 20 Jahren auf durchschnittlich 5 Prozent (international) bzw. 10 Prozent (in Deutschland) steigern. Laut Studie besteht ein erhebliches Innovationspotenzial für Dünnschicht-Photovoltaik hierzulande.

In Deutschland sind zahlreiche Weltmarktführer im Bereich Dünnschicht-Photovoltaik ansässig“, sagt Dr. Anselm Mattes, Autor der DIW Econ-Studie. „Die Industrie trägt nicht nur zur deutschen Energiewende bei, sondern ermöglicht auch eine kostengünstige und umweltfreundliche globale Energiewende.“

Deutschlands Wertschöpfungskette im Bereich Dünnschicht-Photovoltaik ist robust und erstreckt sich mit mehr als 85 Unternehmen über das gesamte Land und über sämtliche Segmente: von Forschung und Entwicklung über die Herstellung von Modulen und Ausrüstung bis hin zum Recycling. Die Studie zeigt auf, dass in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte bei der Innovation der Dünnschichttechnologie erzielt wurden, und sie analysiert die Wettbewerbsfähigkeit des Marktes. Zudem zeigt sie, dass Dünnschicht-Photovoltaik die kostengünstigste Photovoltaik-Technologie mit den geringsten nicht-subventionierten Stromgestehungskosten (LCOE) ist. Nicht zuletzt hat Dünnschicht-Photovoltaik im Vergleich zu anderen Solartechnologien einen geringen CO2-Fußabdruck.

Um die Ziele der Energiewende in Deutschland und globaler Netto-Null-Emissionen bis 2050 zu erreichen, sind wir auf alle Innovationen angewiesen, die sich bei erneuerbaren Energien ergeben können. Dünnschicht-Photovoltaik spielt hier eine wichtige Rolle vor dem Hintergrund der Effizienzverbesserungen und Kostensenkungen der letzten beiden Jahrzehnte. Die Kombination aus traditionellem kristallinem Silizium und fortschrittlichen Dünnschichttechnologien bietet eine einzigartige Chance für einen weiteren Quantensprung in Bezug auf Effizienzsteigerung und Kostensenkung bei Photovoltaik“, sagt Andreas Wade, Präsident der gemeinnützigen internationalen Vereinigung PVThin. „Mit der starken Dünnschicht-Wertschöpfungskette in Deutschland ist das Land in einer idealen Position, um sich bei diesen Entwicklungen an die Spitze zu stellen und die Umsetzung dieser Zukunftstechnologie zu meistern.“

Die Studie erläutert, dass neue Dünnschichttechnologien ein großes Potenzial für weitere technologische Entwicklungen und Kostensenkungen aufweisen. Ein Beweis für das Potenzial deutscher technologischer Fortschritte im Dünnschichtbereich ist Oxford PV, ein Spin-Off der Oxford University. Das Unternehmen hat das ehemalige Bosch CISTech-Werk in Brandenburg an der Havel gekauft und wurde von der deutschen Ausgabe des MIT Technology Review zu den 50 innovativsten Unternehmen der Welt gekürt. Oxford PV hat eine Tandemlösung entwickelt, bei der die einzigartige Perowskit-Technologie verwendet wird, die sich problemlos in Fertigungslinien für Silizium-Solarzellen und -module integrieren lässt.

Mit unserer Perowskit-auf-Silizium-Technologie können wir die bisherigen Effizienzobergrenzen von Solarzellen durchbrechen und dadurch die Wirtschaftlichkeit der Silizium-Solartechnologie revolutionieren“, sagt Chris Case, Chief Technology Officer bei Oxford PV, „Was wir hier in Deutschland umsetzen, wird die Stromerzeugung aus Photovoltaik weltweit weiter vorantreiben.

Lesen Sie die komplette Studie sowie ihre Zusammenfassung unter: www.pvthin.org/diweconstudy

 

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Über PVthin

PVthin ist ein internationaler, gemeinnütziger Zusammenschluss der weltweit führenden Unternehmen der Dünnschicht-Photovoltaikbranche. Diese Unternehmen stellen Produkte auf Basis von Chalcogenid, Chalcopyrit und Kesterit-Verbindungen wie Cadmiumtellurid (CdTe), Kupfer-Indium [Gallium] Selenid (CIS / CIGS) und Perowskit her. Die Dünnschicht-Photovoltaik wurde als erschwingliche Alternative zu herkömmlichen kristallinen Siliziumwafern und deren langsamer Produktion und hohen Kosten auf den Markt gebracht. PVthin ist nach belgischem Recht als gemeinnütziger internationaler Verein eingetragen. Mehr Information erhalten Sie unter http://pvthin.org/.

 

Über DIW ECON

DIW Econ ist ein Wirtschaftsanalyse- und Beratungsunternehmen und eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Zu den Kunden zählen in erster Linie deutsche und internationale Unternehmen, aber auch internationale Institutionen und öffentliche Auftraggeber wie Ministerien und Bildungseinrichtungen. Mehr Information erhalten Sie unter https://www.diw-econ.de.

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